Landvolk mit Kreisversammlung - Hilfe durch Selbsthilfe

Freitag, 25. November 2016

Der Kreisverband der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Neustadt/WN traf sich zur Kreisversammlung in Verbindung mit einem Referat im Gasthaus Miedl. Zuvor zelebrierte Landvolkpfarrer Franz Winklmann den Vorabendgottesdienst in der vollbesetzten Ilsenbacher Kirche. „Vater - nicht mein, sondern dein Wille geschehe“, stellte der Geistliche den Landvolkheiligen Klaus von der Flüe und dessen Frau Dorothee in den Mittelpunkt.

Edeltraud Hey berichtete für den KLB-Ortsverband Burkhardsreuth über die vielen Aktivitäten der etwas älter gewordenen Landvolkmitglieder. Gabi Kellner-Hirschmann ließ das Jahr der Ortsgruppe Kirchendemenreuth Revue passieren. Angefangen von einem Kasperltheater über Waldweihnacht in Döltsch bis hin zum ökumenischen Frühschoppen. Für die Familiengruppe Waldthurn sprach Silvia Stahl unter anderem über einen Erzähl- und Zuhörabend, Besuch beim Theater im KZ Flossenbürg und Beteiligung an der Grundschulaktion „Verein macht Schule“. Der Denkenreuther Josef Beer zeigte die Tätigkeiten der „Jungen Gruppe“ Altenstadt wie Waldadvent oder auch Emmausgang auf. Sabine Kuran informierte über einen „Irischen Abend“, den Evensong am St. Quirin oder über das Gastspiel von Hubert Treml.

Der KLB–Vorsitzende Manfred Kellner ließ bei der Kreisversammlung das vergangene KLB–Jahr noch einmal vorbeiziehen und berichtete vom Bruder-Klaus-Tag, der Fahrt nach Wien und Bratislava, bei der das Landvolk 250 Euro an den aus Eslarn stammenden Priester Martin Rupprecht spendete, der eine Pfarrei mit vielfältigsten Nationalitäten betreut. Vorausschauend auf das kommende Jahr meinte Kellner, das man hinsichtlich des „600 Jahre Bruder-Klaus-Jahres“ eine 4-Tagesfahrt nach Flüeli vom 8. bis 11. Juni 2017 fest im Visier habe und im August mit dem

Rad nach Flüeli in die Schweiz pilgern könne. „Wir können beruhigt in die Zukunft schaun“ meinte Landvolk–Kassenmanager Willi Kellner. Die beiden Prüfer Maria Ries und Horst Pleyer attestierten perfekte Kassenführung.

Die KLB-Diözesanvorsitzende Elisabeth Gaßner war aus dem Regensburger Landkreis angereist. Sie referierte sehr kurzweilig in Wort und Bild über das Thema „Solidarisch sein mit Menschen, die benachteiligt sind. Flucht verhindern durch KLB-Projekte im Senegal–Hilfe zur Selbsthilfe“. Gaßner berichtete über die fast 30-jährige Unterstützung des Landvolks für die Menschen im westafrikanischen Senegal. „Der Senegal hat 15 Millionen Einwohner – dabei sind 58 Prozent unter 20 Jahre“, erklärte die Rednerin. Insgesamt habe man die vergangenen Jahrzehnte vier Projekte unterstützt. Aus Deutschland seien insgesamt 1,1 Millionen Euro nach Senegal geflossen, zirka 250.000 Euro habe das Landvolk Regensburg beigesteuert. Gaßner erklärte Einzelheiten über die Hauptfrucht „Zwiebel“, zeigte Bilder von der Wasserteilung in den Gärten, in denen ausschließlich Frauen arbeiten. Die Referentin erzählte über den Kleinhandel in Senegal, der durch die Unterstützungsprojekte gefördert werde. So habe man den Kauf von Nähmaschinen finanziell unterstützt, wobei die Arbeit an der Nähmaschine Männersache sei, die Handarbeit mit Faden und Nadel nur durch Frauen erfolge. Das Landvolk unterstütze dort auch sogenannte ASDI–Zentren, wo Schulungen stattfinden, Kassen eingerichtet sind und sogar Übernachtungsmöglichkeiten mit Duschen vorhanden sind. Auch Imker werden unterstützt und angeleitet. Wichtig sei, dass dort ständig Ansprechpartner vorhanden sind und auch immer wieder selbstfinanzierte Besuche dort stattfinden.

Bild (fvo) KLB-Diözesanvorsitzende Elisabeth Gaßner (stehend)