KLB-Diözesanvorstand bei Holzhausbau Gruber

Dienstag, 12. Juli 2022

Hatte der Holzhausbau im Familienbetrieb in den zurückliegenden Zeiten nur einen kleinen Anteil, wurde er von Gerhard Gruber (auf dem Foto mit weißem Hemd) mit Leidenschaft ausgebaut. Inzwischen plant er in Altenkreith bei Roding eine zweite Fertigungshalle, um mit seinen MitarbeiterInnen im Trockenen Wände und Dächer aus Holz zu fertigen. Das Aufstellen auf der Baustelle dauert dann oft nur einen oder zwei Tage. Der Diözesanvorstand lies sich die Fertigung vom Unternehmer erklären. Beeindruckt stand die Gruppe von den riesigen Tischen, auf denen komplette Wände montiert werden. Auch Fenster und Dämmung sind bei den Bauteilen an der Verladestation schon integriert.
Inzwischen sind ein Viertel der Wohngebäudeneubauten in Deutschland Holzhäuser – im Norden eher weniger, in Bayern und Baden-Württemberg mit einem größeren Anteil. Beim Objektbau (Gruber fertigte z.B. schon Kindergärten oder die Gebäude einer Maschinenringniederlassung) und dem Bau von Mehrfamilienhäusern ist der Anteil noch klein, aber nimmt zu. Das findet Gehard Gruber gut: Bauen mit Holz ist die nachhaltigste Möglichkeit des Bauens. Wird ein Wald vernünftig bewirtschaftet bindet er C02. Wenn die Bäume dann im richtigen Alter geschlagen werden – nicht zu alt werden lassen, weil dann der Zuwachs nachlässt – wird das gebundene CO2 gespeichert. In Holzhäusern auf Jahrzehnte hinaus. Und auch wenn ein Holzhaus ausgedient hat: das Material kann wiederverwendet werden. Vernünftig ist eine Kaskadennutzung, führt Gruber aus: aus dem Hausbalken können andere Produkte gemacht werden und erst am Ende mehrerer Stufen wird das Holz in wenig wertig als Spanplatte oder als Brennholz eingesetzt.

Sorgen machen Gruber die Kapriolen auf dem Holz- und Materialmarkt: sprunghafte Verlängerungen bei Lieferzeiten z.B. für Fenster und die hohen Preissteigerungen machen Planung und Fertigung schwierig. Da geht es oft um Spekulationen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit bleibt auf der Strecke, beklagt Gruber. Fazit ist dennoch: der Aufwärtstrend im Holzbau ist rundum positiv.