KLB-Diözesanvorstand bei Holzhausbau Gruber

Dienstag, 12. Juli 2022

Hatte der Holzbau im Familienbetrieb in den zurückliegenden Zeiten bis 1994 nur einen kleinen Anteil, wurde er vom Zimmerer und Bauingenieur Gerhard Gruber seit Jahren mit Leidenschaft ausgebaut. Inzwischen plant er in Altenkreith bei Roding eine zweite Fertigungshalle, um mit seinen MitarbeiterInnen im Trockenen, Wände und Dächer aus Holz einschließlich Fassaden zu fertigen. Das Aufstellen auf der Baustelle dauert dann oft nur zwei oder drei Tage. Der Diözesanvorstand lies sich die Holzhaus-Fertigung vom Unternehmer erklären. Beeindruckt stand die Gruppe von den riesigen Tischen, auf denen komplette Wände bis zu einer Größe von 3,50 x 13,00 m montiert werden. Auch Fenster und Dämmung sind bei den Bauteilen an der Verladestation schon integriert.
Inzwischen sind ein Viertel der Wohngebäudeneubauten in Deutschland Holzhäuser – im Norden eher weniger, in Bayern und Baden-Württemberg mit einem größeren Anteil bis zu einem Drittel. Beim Objektbau (Gruber fertigte z.B. schon Kindergärten, eine Dreifach-Sporthalle oder die Gebäude einer Maschinenringniederlassung) und einige Mehrfamilienhäuser. Der Anteil beim Bau von Mehrfamilienhäusern in Holz ist allgemein noch klein, aber nimmt zu. Das findet Gerhard Gruber gut: Bauen mit Holz ist die nachhaltigste und klimaunterstützenste Möglichkeit des Bauens. Wird ein Wald vernünftig bewirtschaftet bindet er C02. Wenn die Bäume dann im richtigen Alter geschlagen werden – nicht zu alt werden lassen, weil dann der Zuwachs nachlässt – wird das gebundene CO2 gespeichert. In Holzhäusern und Holzgebäude aller Art auf Jahrzehnte hinaus. Und auch wenn ein Holzhaus ausgedient hat, kann das Material wiederverwendet werden. Vernünftig ist eine Kaskadennutzung, führt Gruber aus: aus den Holzbalken können andere Produkte gemacht werden und erst am Ende mehrerer Stufen wird das Holz in Holzwerkstoffplatten  z.B. Spannplatten oder als Brennholz eingesetzt.
Sorgen machen Gruber die Kapriolen auf dem Holz- und Materialmarkt: sprunghafte Verlängerungen bei Lieferzeiten z.B. für Fenster von 5 auf 14 Wochen und die hohen Preissteigerungen machen Planung und Fertigung schwierig. Da geht es oft um Spekulationen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit bleibt auf der Strecke, beklagt Gruber.
Fazit ist dennoch: der Aufwärtstrend im Holzbau und Bauen von Gebäuden aus und mit Holz  ist rundum positiv.