Der Kapellenweg von Obersüßbach

Montag, 12. Oktober 2020

Obersüßbach. Ganz nah dran an Gott und in der freien Natur bewegt man sich, wenn man den neuen Obersüßbacher Kapellenweg entlangwandert. Dieser Weg beginnt an der Pfarrkirche Obersüßbach und führt an sechs weiteren Kapellen und Kirchen, den Ort Obersüßbach umringend, vorbei. Die Vorsitzende der KLB Obersüßbach, Karin Haimerl, hat den Kapellenweg ins Leben gerufen, um sich damit für die KLB am Wettbewerb der ILE-Hallertau „do gfoids ma“ zu beteiligen. In einer Zeit, in der normale Gottesdienste fast unmöglich erscheinen lud die sie ein, um in Gottes Schöpfung inne zu halten, die Ruhe zu genießen und sich dem Gebet zu widmen. Am Sonntag, 04. Oktober 2020 um 9.00 Uhr startete eine Pilgergruppe von 38 Personen den fast neun Kilometer langen Wanderweg.

Er führte zuerst zur Simbürger-Kapelle, welche 2002 von der Familie Simbürger zu Ehren der Heiligen Familie erbaut wurde. Hier betete man dem Anlass entsprechend um den Schutz unserer Familien ehe es weiterging zur 1718 erbauten Maria Himmelfahrt-Kapelle in der Freyung. Der Patrona Bavarie vertraute man den Schutz der Gemeinde Obersüßbach und des Bayern-Landes an. Weiter ging es über die Fluren nach Niedersüßbach zur Müller-Kapelle. Diese wurde nach dem Krieg erbaut zum Dank, weil der Müller-Vater vom Krieg heimkehren durfte. Aus diesem Anlass wurde hier für den Frieden auf der Welt gebetet. Nach einer kurzen Rast beim Gasthaus Kreitmeier führte der Weg weiter zur Niedersüßbacher Kirche. Hier befindet sich eine berühmte Figur des Hl. Florian um 1530. Man gedachte dort der kranken und alten Menschen in der Gemeinde und bat um die Gesundheit aller. Über Abraham ging es weiter zur „Kolmöder-Kapelle“. Wie erzählt wird, wurde diese Kapelle 1865 gebaut, um Krankheiten vom Hof fernzuhalten. Nachdem hier für Gottes Schöpfung gedankt wurde, ging der Weg weiter über Haarland zur Rainer-Kapelle, der letzten Station des Pilgerweges. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut zum Dank, weil nach langer schwerer Krankheit die damalige Bäuerin endlich bei Gott ihren Frieden finden durfte. Nachdem hier für Schule und Arbeit gebetet wurde, schloss man den Pilgerweg mit einem „Großer Gott wir loben dich“ und einem Segensgebet. Im Anschluss stärkte sich die Pilgergruppe im Gasthaus Schranner.

Mit diesem Kapellenweg soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass unsere Kapellen wunderschöne Orte der Stille sind und dass sie es wert sind, sie auf diesem schönen Rundweg um Obersüßbach zu besuchen.