Junges Landvolk Dingolfing im Salzbergwerk und am Königssee

Montag, 10. Oktober 2016

Abenteuerlich präsentierte sich schon die Einfahrt mit dem Bergmannszug tief hinein in das unterirdische Stollensystem. Höhepunkt für die Kinder war definitiv das Rutschen in die unteren Ebenen und die Fahrt mit dem Schiff über den Spiegelsee.

Bereits am Donnerstagmorgen starteten 15 Erwachsene und  23 Kinder der KLB Gruppe in Richtung Schönau. Erste Station war das Salzbergwerk in Berchtesgaden. Vor der Bergwerksführung stärkten sich alle bei einem Picknick und genossen das traumhafte Wetter. Die Führung war für Jung und Alt, informativ und spannend. Im Salzbergwerk Berchtesgaden wird seit 1517 Salz abgebaut und ist das älteste aktive Salzbergwerk Deutschlands. Mit spitzen Ohren lauschte die Gruppe  den Informationen über den Abbau des „Weißen Goldes“. Abends ging es zur Fackelwanderung bei völliger Dunkelheit.
Nach dem ausgiebigen Frühstück machte sich eine Gruppe, direkt vom Haus auf, auf den 1306m hohen Grünsteingipfel. 650 Höhenmeter galt es, bis zum Gipfel, zu überwinden,  dabei wurden die Bergsteiger, bei bestem Wetter, mit einer hervorragenden Fernsicht belohnt. Der Abstieg Richtung Königssee entete mit der Besichtigung der Bob- und Rodelbahn, der „ Deutsche Post Eisarena Königssee“. Hier empfing sie bereits die zweite Wandergruppe, die die kürzere Route beginnend vom Parkplatz Jennerbergbahn, bis zum eindrucksvollen Malerwinkel am Königssee wählte. Besonders hitzige Gemüter kühlten sich im 16 Grad kaltem See ab.
Am Samstagmorgen fuhr man dann gemeinsam wieder zum Königsseeparkplatz und bestieg eines der 18 Elektroboote nach St. Bartholomä. Gespannt lauschten die Kinder den Informationen, Erzählungen und Geschichten des Bootsführers und erwarteten gespannt das berühmte Königsseeecho. Vorbei am Watzmannmassiv mit 2713 m Höhe und seiner imposanten Ostwand erreichte die Gruppe nach 35 Minuten die Station St. Bartholomä. Startpunkt für die zweistündige Wanderung zur Eiskapelle, eine vom Schmelzwasser im Lawinenschnee geschaffene Eishöhle. Nach einer gemeinsamen Pause mit Brotzeit wurde der Rückweg angetreten und endete mit der Besichtigung der berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Bei herrlichstem Wetter wurde an diesem Abend unter freiem Himmel beim Wortgottesdienst gemeinsam gesungen und gebetet.
Am dritten Tag traf man sich am Salzburger Mirabellgarten zur zweistündigen Stadtführung. Hier wurden nun alle über die Geographie,  Geschichte und Sehenswürdigkeiten durch die ortskundige Führerin informiert. Salzburg wurde 696 als Bischofssitz neu gegründet und 798 zum Sitz des Erzbischofs. Die Haupteinnahmequellen Salzburgs bildeten Salzgewinnung und Salzhandel. Vorbei am Wohn- und Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart ging es bis zur Festung Hohensalzburg. Die erste Barockkirche nördlich der Alpen, der Salzburger Dom, wurde von 1614 bis 1628 errichtet. In der Zeit zwischen 1810 und 1816 war Salzburg an das Königreich Bayern angegliedert.
Viel zu schnell war das Wochenende vergangen und die Familien mussten den Heimweg antreten. Alle waren sich einig, dass das  diesjährige Familienwochenende wiedermal eines der schönsten, in der langjährigen Tradition  der Familienwochenenden des „Jungen Landvolks im Landkreis Dingolfing- Landau“, war. So wurde dem Organisationsteam das aus Stefan Heilmeier, Christian Steinberger, Günter Graßl und Christine Eichinger bestand, ein großes Lob ausgesprochen.