Friedensgebet an der Burder-Klaus-Kapelle Bernried

Dienstag, 22. März 2022

Die Mitglieder der Kreis-KLB und des Vereins der Freunde und Förderer der Bruder-Klaus-Kapelle haben sich am Sonntagabend zu einer besonderen  Andacht an einem besonderen Ort getroffen. Bei der Bruder-Klaus-Kapelle in Bernried beteten sie für Frieden in der Ukraine.    

„In Anliegen des Friedens treffen wir uns heute Abend spontan zu dieser außerordentlichen Veranstaltung“, sagte Max Hastreiter, Kreis- und Diözesanvorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung, bei der Begrüßung.  Dieser Ort sei ein besonderer, denn der weltweit als Friedensheiliger verehrte Bruder Klaus von Flüe/Schweiz mit seiner Frau Dorothee hat sich schon vor Jahrhunderten selbstlos für Recht und Frieden eingesetzt.

Unter den gut 50 Betern konnte Hastreiter auch den Rötzer Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko willkommen heißen. Mit diesem Friedensgebet, so der Kreisvorsitzende, wolle man Verbundenheit und Solidarität mit den Menschen in Kriegsgebieten und vor allem in der Ukraine bezeugen.

„Wer hätte gedacht, dass wir uns so schnell wieder zu einem Friedensgebet treffen?“, fragte Kreisseelsorger Pfarrer Ambros Trummer. Man stehe hier, hilflos und auch zornig und blicke besorgt nach Osten. Verständnislos und geschockt sei man bezüglich der Aggression Putins gegen die Ukraine und besorgt um die Menschen, die Gewalt erleiden und um ihr Leben bangen müssten. Menschen wollen eine friedliche Welt, Menschen brauchen den Frieden. Sie wollen, dass in der Welt der Friede aufbreche und nie wieder Krieg sei. Der Friede  sei ein zu kostbares Gut, als dass er nicht gefördert und geschützt werden müsse. Man habe sich heute bei der Bruder-Klaus-Kapelle getroffen, um für den Frieden zu beten, weil man mit Sorge auf die Konflikte und Krisengebiete blicke. Er, so Trummer, habe einen Traum. Er sehe darin, dass der Frieden sich ausbreite wie das Licht.

Denn, teile man das Licht, werde es immer heller. Zeige man sich solidarisch, respektiere man den anderen, verbreite sich auch der Friede. Eine Schlussfolgerung wäre: Menschen untereinander und auch Völker untereinander schließen wieder Frieden. Doch leider  sehe es nicht so aus. Nur Gott könne jetzt noch helfen. „Schließen wir Frieden mit Gott, dann können wir auch Frieden mit uns selber schließen“, meinte der Geistliche. „Nehmen wir uns den heiligen Nikolaus zum Vorbild.“ Seine Vision, Frieden sei allweg in Gott, habe auch noch heute Gültigkeit.

Barbara Zwicknagl, Claudia Preischl und Anita Hastreiter umrahmten das Friedensgebet musikalisch. Im Anschluss an das Friedensgebet lud Hastreiter die Anwesenden zu einer Tasse Tee ein, um sich aufzuwärmen von den doch kalten Temperaturen. Dabei merkte er an: „Wir spüren jetzt schon nach einer Stunde die Kälte. Wie muss es den Menschen in der Ukraine ergehen, die seit gut einer Woche kein Zuhause mehr haben und in der Kälte leben müssen!“

Christa Bucher