Veranstaltungsabsagen schmerzen auch die Bruder-Klaus-Freunde

Donnerstag, 5. August 2021

Cham. Wie viele andere Vereine auch haben die „Freunde und Förderer der Bruder-Klaus-Kapelle der KLJB/KLB im Landkreis Cham e.V.“ die aktuell günstigen Bedingungen genutzt, jetzt ihre Jahreshauptversammlung im Chamer „Hotel am Regenbogen“ durchzuführen. Da die letzte Versammlung mit Neuwahlen allerdings erst im Oktober war, gab es nicht viel Neues zu berichten und entsprechend überschaubar war auch der kleine Kreis der Mitglieder, die Vorsitzender Gerhard Gruber aus Bernried im Tagungsraum begrüßen konnte, darunter mit Lucia Wutz und Max Hastreiter auch die Vertreter von Kreis- und Diözesanebene der Kath. Landvolkbewegung (KLB)

Beim Gedenken an die verstorbenen Mitglieder erinnerte Gruber daran, dass man mit dem ehemaligen MdB Klaus Hofbauer und Josef Brem im Spätwinter innerhalb von 10 Tagen gleich zwei Vereinsmitglieder plötzlich und unerwartet verloren hatte. In dem alljährlich fest auf der Tagesordnung eingeplanten religiösem Impuls stellte Kreislandvolkpfarrer Ambros Trummer aus Lam mit dem Bibeltext von den Geschehnissen um die Arche Noa einen aktuellen Bezug auf die schlimme Hochwasserkatastrophe in Deutschland her. Im alten Testament schickte Gott einen Regenbogen und eine Taube mit dem Ölbaumblatt im Schnabel und sie gelten seither als Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs.

Der Aufbruchstimmung im vergangenen Herbst nach der geglückten Vorstandsneuwahl mit unveränderter Postenbesetzung wich allerdings schon bald die Ernüchterung aufgrund corona-bedingter Veranstaltungsabsagen. So konnte das geplante Friedensgebet und der Gottesdienst zum Weihetag der Kapelle nicht durchgeführt werden. Am meisten schmerzte aber erst im Juni die Absage der großen zehntägigen Rad- und Buswallfahrt in die Schweiz zum Wirkungsort vom Hl. Bruder Klaus nach Flüeli, als bereits alles fertig geplant und gebucht war. Die Durchführung mit täglich wechselnden Quartieren und Orten in verschieden Regionen und Bundesländern stellte aber ein zu großes Risiko dar. Möglich war allerdings im Februar ein effektiver Arbeitseinsatz zur Pflege und zum Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen bei Kapelle, Kreuzweg und Vorplatz. Den Kreuzweg am Palmsonntag beteten dieses Jahr erstmals einige kleine Gruppen oder Personen und Familien individuell nach eigener Zeiteinteilung.

Zur Freude aller Beteiligten hatte die Radlwallfahrt Anfang Juli von der Bernrieder Kapelle über Chamerau, Miltach und Hunderdorf ungebrochen großen Zuspruch und bei günstigem Wetter radelten bis zu 37 Wallfahrer zum Gottesdienst zur Schwarzen Madonna am Bogenberg. Auch dieses Jahr stellte Vorsitzender Gruber erfreut fest, dass es keine Schäden oder Vandalismus an der Kapelle gebe, die auch von vielen Einzelpersonen aufgesucht wird als Ort der Ruhe und des Gebetes.

Kassier Alois Ederer hatte nur wenig Buchungen zu notieren, konnte aber von einem guten Polster berichten, das man bei der anstehenden Schindeldacherneuerung in den nächsten Jahren gut aufbrauchen werde. Nachdem die beiden Kassenprüfer Marietta Hutter und Bernhard Mauer eine einwandfreie Kassenführung bestätigten, wurde die Vorstandschaft entlastet.

Neu auf der Tagesordnung war diesmal die Satzung des Vereins, die man als Neufassung verabschiedete, weil man auf Empfehlung des Amtsgerichtes in zwei neuen Paragraphen die Sprachregelung und Geschlechtergerechtigkeit sowie die Datenschutzgrundregeln aufnehmen wollte. Nach einigen Änderungsvorschlägen und Diskussionsbeiträgen wurde der vorliegende und mit der Einladung verschickte Entwurf unverändert beschlossen.

Auch positiv nach vorne schaute Gerhard Gruber, denn für den 11. September lud er wieder zum Arbeitseinsatz an die Kapelle ein, und am Sonntag, 26. September wird um 15 Uhr der Patroziniumsgottesdienst gefeiert. Vielleicht ist dann auch wieder ein gemeinsames Kaffeetrinken im Grünen möglich. Für das Friedensgebet ist am Freitag, 29. Oktober um 20 Uhr ein neuer Anlauf geplant, diese Veranstaltung soll zum ersten Mal stattfinden, denn es gibt immer wieder neue Anlässe und Anliegen, in Abendstimmung bei Kerzenschein den Herrgott um Hilfe und Frieden zu bitten. Der wiederholte Antrag von Pfarrer Trummer, eine Gedenktafel für verstorbene Mitglieder am Kapellenplatz zu errichten wurde noch kurz diskutiert und die Anwesenden mit dem Auftrag entlassen, sich umzusehen und Gedanken zu machen, auf welche Art und Weise man das passend zum Stil der Kapelle und des Kreuzwegs machen könnte. Im nächsten Jahr hoffen die Verantwortlichen und Mitglieder jedenfalls, neben der Radtour zum Bogenberg auch die Pilgerfahrt in die Schweiz vom 12. bis 18. August durchführen zu können.