Pilsenfahrt der KLB Püchersreuth am 16.7.2016

Montag, 18. Juli 2016

Am 16.7.2016 machte sich die KLB Familiengruppe Püchersreuth in Begleitung von KLB Pfarrer Franz Winklmann, der seit seiner Zeit als Vohenstraußer Pfarrer gute Beziehungen zu tschechischen Pfarreien pflegt, zu einer Exkursion in die tschechische Republik auf.

An ihrer ersten Station, Stribro, wurden sie von Pfarrer Hajek und Pfarrgemeinderätin Michaela Wolfinger aus Vohenstrauß erwartet. Bei der Besichtigung der Pfarrkirche erfuhren sie einiges über die Geschichte der Partnerschaft und erhielten Einblick in die Probleme der Katholiken in Tschechien.  Weiter ging es zum Kloster Kladrau, wo sie mit einer jungen tschechischen Fremdenführerin Kirche, Kreuzgang und Bibliothek besichtigten. Die Teilnehmer waren staunten über die lange, helle Kirche mit der schönen Holzkanzel und als Pfarrer Winklmann spontan „Meerstern ich dich grüße“ vor dem Marienbild anstimmte und alle mitsangen, waren sie begeistert von der guten  Akustik.

Im „Pilsener Urquell“ gab es nach dem Mittagessen nur eine kleine Ruhepause, bevor sie von Frau Barnsasova etwa 2 Stunden durch Pilsen geführt wurden.

Die Oberpfälzer staunten, wie sich die Stadt für das Jahr 2015, wo sie Kulturhauptstadt Europas war, „herausgeputzt“ hatte. Man sah die Kathedrale, den quadratischen Marktplatz mit den 3 modernen Brunnen, das neue Theater, das westböhmische Theater, die Synagoge, den Stadtgraben, Reste der Stadtmauer, das Wandbild „Theatro Mundi“ vor einer „Zeit zur freien Verfügung“.  Nach der “Freizeit“ ging es im Bus zum „Meditationsgarten“ in einer Kleingartenanlage am Stadtrand von Pilsen: Höhepunkt der Fahrt war der von Pfarrer Winklmann zum Thema „Versöhnung“ gestaltete Gottesdienst in der mit der Pater Maximilian Kolbe Kapelle. Michael Raab spielte für die Oberpfälzer die Orgel, KLB Mitglieder beteiligten sich als Lektoren. Versöhnung ist für das Verhältnis der beiden Nachbarstaten stets eine große Aufgabe und fiel in der Geschichte nicht immer leicht. Auch der politische Häftling Luboš Hruška als  ein politischer Gefangener des kommunistischen Regimes in der ehemaligen Tschechoslowakei musste sich nach dem Ende seiner Haft mit dem Regime, das ihm so viel Böses angetan hatte, und seinem Schicksal versöhnen. Auf dem Weg des Glaubens wurde Luboš Hruška vom Franziskanerpater Michal Pometlo begleitet. Die Kreuzwegstationen aus Sandstein fanden viel Bewunderung. Müde, aber voller wertvoller Erfahrungen, traten die Püchersreuther die Heimreise an.