KLB Heinrichskirchen feiert 50.-jähriges Jubiläum

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Heinrichskirchen. (kx) In 18250 Tagen hat die KLB Heinrichskirchen viel bewegt und ein wunderbares Miteinander gelebt. Würde man jeden einzelnen Tag aufschreiben, entstünde ein interessantes Geschichtsbuch. Das sagte Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko in seiner Festansprache anlässlich des 50-jährigen Gründungsfestes der KLB Heinrichskirchen. Aber die Zahl 50 stehe nicht nur für Tage und Wochen eines Vereins, sondern für Menschen mit Engagement und Kreativität, für Menschen, die das Beste gegeben hätten für die Gemeinschaft im täglichen Leben und im Leben der Kirche.

Trotz der Corona-Pandemie hat sich die Vorstandschaft der KLB entschieden, ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Dankgottesdienst mit den Mitgliedern und den Ehrengästen zu feiern. Stadtpfarrer Dyadychenko zelebrierte den Festgottesdienst in der Sankt Nikolaus-Kirche, den die Familie Lößl musikalisch gestaltete.

In seiner Predigt ging Dyadychenko auf das Markusevangelium vom Emmausgang der Jünger ein und meinte, „dass auch wir, wenn wir unterwegs sind, oft die Frage „Wie geht es Dir?“ gestellt bekommen“. Man antworte mit einem höflichen: Danke, gut! Mehr erwarte der Fragende nicht, aber auch der Antwortende wolle nicht viel aus seinem Leben preisgeben. Er fürchte, dass seine Sorgen und Nöte nur die Neugier des Gegenübers anregten. Man unterhalte sich mit anderen nur über bedeutungslose, oberflächliche Dinge.

Von einer Begegnung anderer Art erzähle das Evangelium. Hier hätten sich die Jünger der Frage Jesu, wie es ihnen  gehe, geöffnet, seien auf die Nachfrage eingegangen. Auch die KLB Heinrichskirchen habe sich in den 50 Jahren ihres Bestehens nicht vor den Fragen und Anregungen der Menschen verschlossen. Im Gegenteil. Sie habe Menschen begeistert und gemeinsam habe man viel bewegt. Das könne man den zahlreichen Aktionen, Festen, Feiern und religiösen Unternehmungen entnehmen. Genauso wie die Emmausjünger, die um den toten Jesus getrauert haben, habe die KLB auch manche Aktionen begraben müssen oder die eine oder andere Aktion sei eingeschlafen, weil die Welt sich geändert habe. Indem die Jünger zuhörten,  sei die Traurigkeit aus ihnen herausgebrochen. Sie seien froh gewesen, einen Zuhörer zu finden, dem sie ihre Not und ihre Hoffnung mitteilen konnten. Jesus eröffnet ihnen neue Zusammenhänge. Das Grab des Todes ist aufgebrochen, die Jünger verstehen, dass man in die Zukunft schauen müsse.

Auch die KLB habe sich an die Veränderungen der Zeit anpassen müssen. Neues sei ausprobiert worden, der Blick sei immer nach vorne gerichtet gewesen. Katholische Landvolk-Bewegung heiße auch, sich zu bewegen, nach vorne zu blicken und die Menschen zu begeistern und mitzunehmen. Dafür sprach der Geistliche den Verantwortlichen der KLB ein Vergelts Gott aus, für die Kraft, das Engagement und die Zeit, die sie in den Verein investiert haben, damit das Herz der Menschen für Gott und die Mitmenschen brenne. „Wenn alle mitmachen und sich bewegen, gibt es eine Zukunft“, so Dyadychenko.

Die Kyrierufe und die Fürbitten trugen die Mitglieder vor.  Elisabeth Dirscherl vom Führungsteam ließ die vergangenen Jahre Revue passieren. So haben 1970 sieben Familien und der damalige Ortsgeistliche die KLB aus der Taufe gehoben. Von damals 30 Mitgliedern habe sich der Mitgliederstand auf über 100 gesteigert. Das Miteinander in der KLB sei harmonisch, die Aktionen umfassten gesellschaftliche und kirchliche Bereiche. Ihr Dank galt Franz Höcherl, dem Gründungsvorsitzenden der KLB Heinrichskirchen. Ihr Wunsch für die Zukunft sei, dass sich die Mitglieder der Aufgaben im ländlichen Raum, der Kirche und der Gesellschaft weiter annehmen und vor allem die christlichen Werte beibehalten.

Unter den Gottesdienstbesuchern war auch der Diözesanvorsitzende der KLB, Max Hastreiter. Am Ende des Gottesdienstes sprach er den sieben Familien und dem damaligen Ortsgeistlichen Respekt und Anerkennung aus, einen Verein, geprägt von christlichen Werten, gegründet zu haben. Sie und ihre Nachfolger bildeten ein Netzwerk von Menschen, die die Welt verbessern wollen, nicht nur weltweit, sondern auch im Ort Heinrichskirchen. Das Landesthema  „Leben im Wandel – wir handeln“ gelte auch für Heinrichskirchen. Hier bewege man sich mit der Zeit, brenne mit der Landvolkbewegung, selbst wenn die Lebensformen nicht einfacher werden. Als kleinen Dank überreichte er eine Bruder-Klaus-Kerze.

Weil man coronabedingt das 50-jährige Gründungsfest nicht weltlich feiern konnte, überreichte die Vorstandschaft an Hastreiter eine Spende von 400 Euro für den Senegal.

Im Kyrie erklärten Mitglieder die Bedeutung der KLB.