Ein Feuerwerk der guten Laune

Montag, 19. Februar 2018

Fast drei Stunden verbreiteten die Akteure Witz, Humor und ansteckende Fröhlichkeit beim „Bunten Abend“ der KLB Niedermurach. Bei 13 Auftritten in der vollbesetzten Mehrzweckhalle bewiesen zahlreiche Darsteller(innen)  ihr Talent zur Schauspielerei und das Lachen kam dabei wahrlich nicht zu kurz.

Niedermurach. (jb) KLB-Vorsitzender Alfons Wittmann begrüßte die Gäste, besonders Pfarrer Herbert Rösl, Ruhestandspfarrer Max Stigler, Pastoralreferent Andreas Hartung, Bürgermeister Martin Prey und seine Stellvertreterin Rita Salomon sowie Schulleiterin Ortrud Sperl. Souverän führte erstmalig Doris Prey durch das Programm. Mit dem sehr lebhaften und viel Schwung vorgetragenen Singspiel „Wer hat die Kokosnuss geklaut“, einstudiert von Lehramtsanwärterin Magdalena Prechtl, legte die Klasse 3/4 der Grundschule einen flotten Eröffnungsauftritt auf die Bühne. Bei ihren drei Auftritten mit der Vorstandschaftssitzung der Feuerwehr und ihren Tücken beider Neuwahl, dem komplizierten Kauf einer Leberkässemmel und die erhellende Wirkung von Apfelkernen für einen getrübten Geist, zeigten die Ministranten der Pfarrei, dass da sehr ansprechende Talente unterwegs waren.

Ob sie selber schon zweite Wahl sind oder eine zweite Wahl haben, besingen aktive Frauen die Probleme mit ihren früheren Männern und halten Ausschau nach neuen: „Wieder mal sind wir zu haben“. Bei dem Sketch „Kannst a mal“ zeigten die von Pfarrer Herbert Rösl an Ruhestandspfarrer Max Stigler herangetragenen, sich ständig aus weitenden Bitten um Aushilfe dahingehend Wirkung, dass Generalvikar Michael Fuchs (Andreas Hartung) sich gezwungen sah, Rösl nur noch die Hälfte seines Gehalts zu zahlen. In Anlehnung an die Fernsehserie „Dings da“ mussten Saalkandidaten Begriffe erraten, die von Mitgliedern des „Burschenvereins“ auf kindhafte Weise höchst amüsant erklärt wurden.

Einen sehenswerten Auftritt hatte die Landjugend mit der Vorstellung verschiedener Berufe und deren typischer Bewegungsabläufe. Das ganze musste absolut konzentriert und synchron ablaufen, da sonst jemand mit einem durchaus kräftigen Schlag konfrontiert worden wäre. Eine tolle Vorstellung, die wahre Lachsalven hervorrief. Wie sich eine Notsituation in Form fehlenden Klopapiers ausnutzen lässt, gaben Martina Fronhofer als bedauernswerte Betroffene und Alfons Wittmann als gerissener Klomann auf äußerst humorvolle Weise zum Besten. „Die bewegte Geschichte“ handelte um die Renovierung des Pfarrhauses, bei der Akteure aus dem Publikum auf der Bühne ordentlich in Bewegung und vor allem Bürgermeister und Pfarrer ins Schwitzen kamen.

Ein echter Brüller war der Sketch „Kino - erste Reihe“, der ohne ein gesprochens Wort auskam. Die Empfindungen eines jungen Paares zueinander, das leider getrennt ganz außen Platz nehmen musste, hatten die anderen Besucher weiterzugeben. Mit umwerfender Mimik und Gestik schoben die Akteure die Nachrichten des Paares in Form körperlicher Berührung bis hin zu einem Kuss hin und her. Ein Spaß für die Zuschauer, der kaum noch zu überbieten war. Mit Gstanzln nahmen die „Vize-Maurer“, eine Gruppe der Chorgemeinschaft „Venite“ mit Rita Reiter als „Architekt Schönberger“,  Projekte am Ort auf die Schippe und besangen u. a. Pfarrhof und Badeweiher, den Bürgermeister mit seinem HB-Ring, die marode Dietersdorfer Straße und ihren Begleiterscheinungen sowie die Feuerwehr.

Den krönenden Abschluss machte der seit vielen Jahren aktive „Mouracher Frauenbund“ mit seinem Auftritt „Die Trauerschnepfen“. Viel hintergründiger Humor und treffend-komische Pointen forderten die Gäste noch einmal zu herzhaftem Lachen heraus. Insgesamt ein äußerst frohsinniger Abend, bei dem alle Darsteller(innen) mit viel Applaus belohnt wurden. Nachdem der Eintritt kostenlos war bat KLB-Vorsitzender Alfons Wittmann abschließend um eine Spende, wahlweise für ein Schulprojekt in Kenia oder für die Ausstattung des künftigen Pfarr- und Jugendheims.

 

Lachsalven rief die Landjugend mit der Vorstellung von Berufen hervor, deren typische Bewegungsabläufe absolut konzentriert und synchron ablaufen mussten. Ansonsten gab es einen durchaus kräftigen Schlag zu befürchten.

„Kino – erste Reihe“ kam ohne ein gesprochenes Wort aus. Umwerfende Gestik und Mimik führten zu größter Heiterkeit im Saal.