Diözesanversammlung: präsent im Klimaschutz

Mittwoch, 16. November 2022

Auf der diesjährigen Diözesanversammlung durften die Delegierten spielen. Genauer: sie lernten ein Kursformat kennen, das beim Klimaschutz auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet und stattdessen spielerisch vorgeht. Franz Galler, einer der Macher des Kurses, war zu Gast und stellte das Konzept vor.

Im Konferenzteil gab es Informationen von Bundes- und Landesebene der KLB sowie einen Bericht des KLJB-Diözesanvorsitzenden Nikolaus Süß über die Arbeit der Landjugend.

Die Mitglieder des KLB-Diözesanvorstandes stellten den Rechenschaftsbericht vor und wurden anschließend entlastet. Außerdem gab es Informationen zur Senegal-Partnerschaft und über den aktuellen Projektstand des Senegal-Projektes.

Als Franz Galler das Konzept von „Klimafreundlich leben“ vorstellte, erlebten die Teilnehmenden so manchen Aha-Effekt. Zum Einstieg sollten sie schätzen, wieviel CO2 wir mit welcher Tätigkeit produzieren bzw. einsparen können. Dass man zum Beispiel „nur“ 52 kg im Jahr einspart, wenn man auf eine online-Bestellung inkl. Retour pro Woche verzichtet, hatte niemand erwartet. Und der hohe CO2-Ausstoß, den Haustiere wie Hund und Katze verursachen, ist den wenigsten bewusst.

Der Kurs „Klimafreundlich leben“ ist, so Galler, eine spielerische Idee, den Klimawandel in den Griff zu kriegen. Was steckt dahinter? Eine Gruppe mit max. zehn Personen - sechs Termine innerhalb eines halben Jahres - eine Aufgabe pro Termin inkl. Moderation. Dabei geht es bei "Klimafreundlich Leben" nicht so sehr um Theorie und Wissen, sondern ums Anpacken und Handeln in einer Gruppe von Gleichgesinnten. Auch wenn durchaus Hintergrundwissen zum Klimawandel vermittelt wird, liegt der Schwerpunkt doch auf der konkreten Umsetzung: "Was kann ich in meinem persönlichen und beruflichen Umfeld konkret tun, um meinen CO2-Fußabdruck zu senken?“ Die Teilnehmenden stellen sich an jedem Termin eine neue Aufgabe, deren Umsetzung beim nächsten Mal vorgestellt wird. Durch den gemeinsamen Austausch entsteht eine hohe Motivation und Verbindlichkeit, die persönlichen Aufgaben auch umzusetzen.

Beispielhaft und spielerisch konnten einige Teilnehmer/innen als Versuchspersonen das Ganze dann auch gleich ausprobieren.

Die KLB Regensburg wird „Klimafreundlich leben“ für Kreise und Gruppen anbieten. Einige Interessierte haben sich gleich auf der Diözesanversammlung gemeldet, weitere sind willkommen. Christine Reitinger und Elisabeth Sternemann sind als Spieleleiterin zertifiziert; Sabine Kuran wird die Ausbildung ebenfalls durchlaufen.

Um die Nachhaltigkeit geht es auch bei beim Umweltmanagementsystem EMAS, das von Manfred Kellner, Max Hastreiter und Klaus Hirn vorgestellt wurde.

Rund 1.200 Unternehmen und Organisationen in Deutschland leisten durch EMAS bereits einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz. Als KLB Diözesanverband sind auch wir mit dabei: bis 2024 wollen wir die Zertifizierung der Diözesanstelle, der diözesanen Gremien und der diözesanen Bildungsveranstaltungen erreichen.