Blick hinter "Klostermauern" in Mallersdorf

Montag, 25. April 2016

Am vergangenen Samstag fand ein weiterer Event des Jungen Landvolkes Dingolfing-Landau statt.
Am frühen Nachmittag traf man sich am Kloster in Mallersdorf. Durch die Pforte eingelassen, erfuhr die Gruppe unter der Führung von Schwester Assumpta viel über die Geschichte des Klosters.

 

Als Benediktinerabtei 1109 gegründet, genoss es, unter anderem einen vorzüglichen Ruf als Lateinschule bis zur Säkularisation, der Aufhebung der Abtei, 1803. Daraufhin wurde das Kloster zu einem Landwirtschaftsbetrieb mit Brauerei umfunktioniert, sowie Gebäudeteile als Amtsgericht, Rentamt und Gefängnis verwendet. 1869 kaufte die „Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“ den in Privatbesitz sowie 1913 die im Staatsbesitz befindlichen Teile des Klosters.

Schwester Assumpta führte uns durch die große Pforte in die Klostergebäude und erläuterte uns den Alltag der rund 150 Mitschwestern. Geprägt vom täglichen Gebet und den verschiedenen Diensten in Küche, Bäckerei, Wäscherei und Brauerei leben weitere 300 Schwestern im angeschlossen Altenheim ihren verdienten Ruhestand.
In den Gebäuden befindet sich ebenfalls die Nardini Realschule für rund 350 Mädchen unter der Leitung des Klosters. Bereitwillig beantwortete Schwester Assumpta die Fragen der Kinder: Ob Sie jeden Tag so früh aufstehen müsse? – oder – Wie viele Gewänder sie hat. Bei der Antwort wann und warum Sie sich entschied, ins Kloster zu gehen, wurde mit spitzen Ohren gehorcht. Abschließend wurde, zur Freude der Kinder, den Kälbern des klösterlichen Landwirtschaftsbetriebs ein Besuch abgestattet.
Einen gelungenen Ausklang fand die Gruppe bei einer gemütlichen Brotzeit im nahegelegenen Wirtshaus.