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Ergiebiger Besuch bei den Partnern von ASDI im Senegal im März 2020

Gerade noch rechtzeitig vor der Corona-Krise konnte eine Delegation der KLB Regensburg neun Tage in der Partnerschaftsregion Casamance im Senegal vielfältige Eindrücke sammeln. Das Imkereiprojekt ist weit fortgeschritten, in verschiedenen Regionen waren Elisabeth Gaßner, Max Hastreiter und Klaus Hirn bei ImkerInnen und Imkern zu Gast. Je nach Lage, im Wald, in den Mangroven und Wassergebieten oder nahe den Dörfern, wenden die Imker verschiedene Methoden an. Inzwischen arbeiten 280 Familien in der Imkerkooperative mit, letztlich sollen es 400 werden. Im April 2020 wird die Finanzierung abgeschlossen, die KLB Regensburg hat dann ca. 90 000 Euro aufgebracht, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit auf den Gesamtumfang von
ca. 350 000 Euro aufgestockt wurden. Ein Höhepunkt der Woche war die Einweihung des Gebäudes zur Honigverarbeitung, bei dem auch der Präfekt von Oussouye sehr interessiert teilgenommen hat. Er enthüllte auch eine Tafel am Gebäude, die an den Besuch der Delegation und die Verdienste von Elisabeth Gaßner erinnert. Die Mitarbeiter von ASDI führten die Technik bis hin zur Abfüllung vor.

In vier Frauen-Gemeinschaftsgärten wurden die neuen Mauern und Zäune besichtigt, die in Zukunft die Ernte vor Ziegen, Kühen, Schweinen (und auch Kindern…) schützen. Positiv ist aufgefallen, dass die Motivation der TeilnehmerInnen sehr hoch ist, sowohl, was die Bienenkulturen betrifft, als auch die erneuerten Gärten. Die Gärten bieten auch Anknüpfungspunkte für weitere Verbesserungen und Projekte anderer Organisationen, wie ein Pumpe mit Rohr- und Beckensystem oder Gefrierschränke zur Herstellung von Kühleis jeweils mit Solarstrombetrieb. Im Fischerdorf Elinkin schaute die Delegation mit den Gastgebern spontan in der 2019 eröffneten Bankfiliale der „Kalambeno“-Bank der Frauen vorbei. Die Mitarbeiterin war überrascht, freute sich aber über die Visite. Mit den verantwortlichen Männern und Frauen von ASDI wurden das derzeitige Projekt und die Perspektiven für die Zukunft besprochen. Wenn alles klappt, kann der nach EG-Vorschriften hergestellte Qualitätshonig aus der Casamance nicht nur die Ernährung vor Ort ergänzen, sondern auch in den Export gehen und zu den Familieneinkommen beitragen. Ganz nebenbei konnte der Besuch einiges Wissen über den Senegal mitnehmen, z.B. durch den Besuch beim König von Oussouye.

Einen Bericht zur Coronahilfe der KLB gibt es hier nachzulesen.

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